Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten 2009



Nach der nun in der Tat längsten Busfahrt meines Lebens sind wir nach 49,5 Stunden am Heilig Abend um 14 Uhr zurück in Valdivia angekommen.

Den Heilig Abend haben wir (4 Deutsche und ein Chilene) zusammen am Strand verbracht. Zu zweit waren wir in einer süßen kleinen Kirche mit Holzdachboden und Krippenspiel mit echtem lebendem Baby als Jesuskind.

Heute am 25. Dezember bin ich dann das erste Mal im Pazifik schwimmen gewesen.

Ich grüß euch alle von Herzen und wünsche euch Frohe Weihnachten. Es tut mir leid, dass ich nicht jedem einzeln schreiben kann, weil ich heut abend schon wieder aufbreche, gen Santiago, wo morgen - juhu - meine Eltern auf Besuch kommen. Fühlt euch dennoch jeder einzeln bedacht.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Weihnachten 2009

Reiner Zufall, aber ich hab ein Türchen mit der Nummer 24 drauf. Mein Spint im Krankenhaus.




Die Wirkliche Weihnachtsüberraschung für diesen Adventskalender ist aber eine andere. Im heutigen letzten Türchen gibt´s eine ganz besondere Geschichte, nämlich einen Reisebericht. Meinen Reisebericht 15.12.-23.12.2009

ARGENTINIEN - nach 4 Monaten und 3 Tagen verlasse ich zum ersten Mal das Land Chile

in der bisher längsten Busfahrt meines Lebens bin ich einmal quer über den Südamerikanischen Kontinent nach Buenos Aires gereist - 35 h
Ich bin hierher gekommen um der Einladung eines Freundes zu folgen, der noch bis 22. Dezember seine -sehr schöne- Wohnung hier in mitten von Buenos Aires hatte. Diese Tage hier waren ein wahres Kontrastprogramm zu meinem kleinen chilenischen Valdivia.
Großstadtflair, Cafe-Kultur, Pizza-Restaurants, heiße Tage und laue Nächte, argentinische Mode, leckere Cocktails, argentinische Steaks, und so weiter, und so weiter - man merkt den italienischen Einfluss, spürt das argentinische Ambiente fühlt sich andererseits aber auch wie in Europa. Die Frauen laufen mit Hotpants, kurzen Kleidern und fast ausschließlich Stöckelschuhen durch die Stadt. Wohin man schaut, egal zu welcher Tages-und Nachtzeit, perfekt gestylt. Man hat andererseits
aber auch volle Straßen, Menschen überfüllte U-Bahnen, Hochhausfassaden soweit das Auge reicht und nicht alle sind schön und malerisch viel Müll, Armut und und und...

Ich war am Grab von Evita gestanden, hatte meine erste Tangokurs-Stunde und war beim Tango tanzen, war im Hafenviertel La Boca, wo der Tango (angeblich) geboren wurde und hab einen Abend Live-Jazz genossen und konnte mich kaum satt sehen in dieser Stadt, die viele viele Eindrücke bietet.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Aufbruch

15.12.2009
Der kleine Stadtplatz von Valdivia mit Weihnachtsbeleuchtung.

Einige Abschiede verschiedener Austauschstudenten, die ich hier kennengelernt habe liegen hinter mir... Die Studenten beginnen die Semesterferien und verteilen sich auf ihre Heimatorte quer über Chile von Nord bis Süd, die Schüler haben Sommerferien...alles scheint im Aufbruch, kurz vor Ende des Jahres, abgesehen davon, dass ja auch noch Weihnachten naht...

Ich werd mich heute auch erst mal auf den Weg machen... Ankunft-Abschied-Aufbruch-Umbruch-Stimmung genießen
bis Weihnachten wird nun auch mein zugegeben mehr oder wenig kumulativer Adventskalender eine Pause haben. vorweihnachtlich RUHE, sozusagen. Schönen Endspurt euch allen...

14.12.2009




Mein letzer Arbeitstag.

Heute ist ein Tag des Abschließens und Verabschiedens. Morgen geh ich erst mal auf große Reise um dann pünktlich zu Weihnachten wieder in Valdivia zu sein.

Als ich mich im Ruderverein verabschiedet hab, hat mich mein Rudertrainer in diesem kleinen schiffchen einfach mal schnell über den Fluss gefahren und mir den Weg nach Hause bedeutend verkürzt... oh war das schön.
Und aus einem erstmaligen gemeinsamen Essen mit der ganzen "Familie" des großen Hauses, in dem sich mein geliebtes Zimmer befindet, wurde dank neu erstrahlender Dekoration des Wohnzimmers auf einmal eine kleine Weihnachtsfeier zwischen Chilenen, Philipinianerinnen, Deutschen, einem Bangladeschy und einer Nepalesin und unseren zwei Pudeln Sol und Luna
Das manche Dinge hier in Kombination etwas verrückt wirken hab ich ja schon öfters angedeutet, so auch zwei Entdeckungen von kleinen Wesen an ein und demselben Tag :-)Der Gartenzwerg draußen, der Schneemann drinnen...nicht weit entfernt vom weihnachtsbaum, der seit heute steht.

Einen Weihnachtsbaum haben wir nun auch

13.12.2009 - Präsidentschaftswahlen CHILE




In jener Zeit als Michelle Bachelet Präsidentin von Chile war, erging an alle Bewohner des Landes der Aufruf ihrer Wahlpflicht nachzugehen. Jeder sollte in den Ort gehen, in dem er zum Wählen registriert war. Auch Maria und José machten sich auf den Weg...

Klingt komisch, ist aber so.
Wer in Chile wählen will, muss sich registrieren lassen. Ist er einmal zum Wählen eingeschrieben muss er den Rest seines Lebens seiner Wahlpflicht nachgehen, bei jeder Wahl. Wer einmal vergisst oder nicht wählt, zahlt Strafe! Und so etwas wie Briefwahl gibt es auch nicht...

Man lernt im Ausland auch viel über das eigene Land und darüber, dass manche Selbstverständlichkeiten, keineswegs selbstverständlich sind...

Hier nochmal ein "Crashkurs" Wahlkampf und Kandidaten... und zur Wahl passender Weihnachtsschmuck - Pinera-Sterne, der Marco-Stern und der Name "Frei" (gesprochen Frey) sagt euch ja auch schon was.

Gewonnen hat noch keiner. Frei und Pinera werden im Januar zur Stichwahl antreten.
Der Abgeordnete, der Valdivia mit den meisten Wählerstimmen im Parlament vertreten wird, ist allerdings ein mir nicht unbekannter... Es ist Urresti, der Politiker, der uns vor knapp vier Monaten auf dem Schiff nach Corral begegnet ist.

12.12.2009


Vier Monate Chile.
Ankommen, Abschied nehmen, Aufbruch und Umbruch liegen so nah beieinander...

Die vergangenen 48 Stunden gehören mit zu den schönsten meiner bisherigen Zeit hier. Erst ein Asado (Grillfest) am Donnerstag 10.12.2009 bei einem Kommilitonen in Osorno. Damit haben wir nicht nur seinen Geburtstag, sondern auch das Semesterende gebührend gefeiert.
Und heute Nacht bin ich auf eine neue Art und Weise angekommen... mit dem Schlafsack im Freien schlafen, am Balkon der Cabanja zweier Freunde, über mir der Sternenhimmel... solche Erlebnisse machen glücklich.

Ansonten hab ich dann heute zum ersten Mal dieses Jahr Teile von "Love actually" angeschaut und schicke Grüße an alle, die sich bei diesem Film an schöne Erlebnisse erinnern...

11-once

11.Dezember.2009
Das Once in Chile ist der Nachmittagskaffe bei uns.
Tomar Once.
wieso das so heißt? Die Geschichte dazu ist die folgende. In der Gegend Zentralchiles, wo die Weinproduktion stattfindet, mach(t)en sie unter anderem auch Schnaps. Nach getaner Arbeit, genossen es die Arbeiter schon ab und an so um die Zeit des späten Nachmittags etwas von dem Schnaps zu probieren. Das konnten sie natürlich nicht offen und laut sagen, darum hieß es, lasst uns "once" einnehmen gehen. Mit Once=elf war der Schnaps gemeint, der hier "Aguadientes" heißt und genau 11 Buchstaben hat. Der Namen ist bis heute geblieben und jeder hier weiß, was gemeint ist mit Once, nämlich ein Kaffee, ein bisschen Brot, Käse, Avokado oder etwas Süßes...

Hier nicht das Foto vom Once sondern vom Sonntagsfrühstück, zurück in die Zukunft, am 3.Advent 2009 (13.12.2009)