
zuerst noch ein Nachtrag zum 11.11.: Sanktmartinslaterne blickt auf´s Meer!
Meine Mitbewohnerin und ich haben Laternen gebastelt, auch in Gedanken ans Wohnheim und die jährliche Tradition.
Und noch in der Nacht desselben Tages gings für mich los:
Hanni allein auf Abenteuerreise. 5 Tage Kurzurlaub und Großstadtluft in Santiago und Valparaiso. Ich bin raus ich mache blau...
Ich hab nicht nur das trockene und angenehm sommerlich warme Wetter genossen. Besonders gut hat mir Valpariso gefallen... die Stadt hat Charme und auch die Leute ticken dort scheinbar auf eine ganz tolle Art und Weise anders... alternativ, kunstbegeistert, gut...
Da ist es mir gestern gar nicht leicht gefallen wieder zurück zu kommen ins kleine Valdivia, wo es wieder mal regnet.
Santiago

Valparaiso

Und trotzdem kann ich ihm was abgewinnen meinem kleinen verschlafenen Ort...
zum Beispiel die 5 h Zeit zum Kuchenbacken. So lang hat es gedauert, bis die ersten Donauwellen meines Lebens, selbstverständlich nach Mamas Originalrezept, fertig waren.
Kuchbacken hier ist allerdings auch echt ein Abenteuer...
1. Gasofen
2. ohne Waage
3. was bitte nehm ich anstatt von, Vanillezucker
4. wie "potent" ist das Backpulver (=imperial) hier (3 Esslöffel davon sind NICHT zuviel)
5. wie mach ich Pudding ohne Dr.Oetkerpulver (4 Eigelb, 1/2l Milch, eine Vanilleschote (kostet umgerechnet ca. 4 Euro), 2-4EL Speisestärke, 50-80g Zucker)
Bis hierhin hat alles super geklappt...
und dann kam die Krönung... Couvertüre als Glasur.... die ums Verrecken nicht schmelzen will, sondern sich zu einem ekligen Klumpen formt... trotz wasserbad...
bis ich dann gelesen hab, dass sie genau zwischen 45 und 50 °C weich wird... wortwörtlich stand da drauf "am besten mit Termometer zu bestimmen"
das ging am ende eher in die Hose :-(
Nächstes mal kauf ich die sauteuren 100g Schokoladetafeln. Zartbitter das stück für ca 1,50 Euro.
Kein Wunder warum die Chilenen kaum selber backen, sondern mehr Kuchen kaufen... das ist nämlich echt ein teures vergnügen...aber den Spaß war´s wert.